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Inhaltsverzeichnis

 

 

Werbung in eigener Sache

 

Wir sind für Sie da.

24 Stunden am Tag. 365 Tage im Jahr.

 

 

        Wir suchen noch Frauen

        und Männer, die bereit sind,

        sich mit uns für den Schutz

        und die Sicherheit der Bürger

        in Maxdorf aktiv zu engagieren.

 

 

        Wir bieten anspruchsvolle Aufgaben,

        eine interessante Ausbildung,

        sinnvolle Freizeitgestaltung

        und eine starke Gemeinschaft.

        Sprechen Sie uns an!!  

 

 

 

 

 

 

Der richtige Notruf

 

Wenn Sie Hilfe benötigen, sind Sie bei der Notrufnummer 112 an der richtigen Adresse.

 

Denken Sie bei einem Notruf immer an die fünf W

Damit wir Ihnen aber möglichst schnell die richtige Hilfe zukommen lassen können, brauchen wir von Ihnen einige Informationen.

Je genauer die Angaben sind, die Sie machen, desto effektiver können wir helfen. 

 

Wer

ruft an ?

Nennen Sie uns Ihren Namen und die Telefonnummer unter die Sie erreichbar sind.

 

Wo

ist der Einsatzort ?

Geben Sie uns die genaue Adresse (Straße, Hausnummer & ggfs. Stockwerk) und beschreiben Sie uns Besonderheiten bei der Zufahrt (bei Autobahnen auch Fahrtrichtung & km)

 

Was

ist passiert ?

Beschreiben Sie mit kurzen Worten genau was passiert ist, z.B.

„In der Wohnung brennt die Küche.“ oder

„Verkehrsunfall Pkw mit Lkw (kein Gefahrgut)“ oder „Im Keller riecht es stark nach Gas“

Wie viele

Verletzte ?

Teilen Sie uns die Anzahl der Verletzten mit. Bei einem Brand ist für uns sehr wichtig, ob noch Personen im Gebäude eingeschlossen sind.

 

Warten

auf Rückfragen !

Legen Sie nicht auf ! Erst wenn der Disponent keine Fragen mehr an Sie hat, beendet dieser das Gespräch.

Wenn Sie eines der vorhergehenden Ws vergessen haben, wird man Sie fragen.

 

In allen Mobilfunknetzen können Sie vorwahlfrei und kostenlos die Notrufnummer 112 erreichen; Sie werden dann mit der nächstgelegenen Einsatzzentrale, Rettungsleitstelle oder Polizei verbunden.

 

Bedenken Sie:

Die nächstgelegene Einsatzzentrale muss nicht unbedingt die zuständige sein !

Teilen Sie insbesondere am Mobiltelefon dem Ansprechpartner Ihren genauen Aufenthaltsort mit.

 

Den Notruf 112 können Sie auch wählen, wenn Sie keine gültige Karte in Ihr Mobiltelefon eingelegt haben, das Guthaben verbraucht ist oder Sie sich nicht mit der richtigen PIN anmelden können !

 

 

HIER FÜR DEN PRIVATEN HAUSHALT EINE  N O T F A L L K A R TE  AUSDRUCKEN - (pdf) 

 

 

 

 

Im Notfall

 

 

 

 

Richtiges Verhalten im Brandfall

 

Jährlich sterben in der Bundesrepublik etwa 600 Menschen an Folgen von Verbrennungen oder ersticken im Brandrauch, 6.000 werden dadurch schwer verletzt. Die Höhe der Brandschäden erreicht inzwischen fast 4 Mrd. Euro, und die Tendenz ist steigen.

 

Ein Großteil dieser tragischen Ereignisse entsteht durch Unachtsamkeit und wird oft durch Unwissenheit noch schlimmer. Wir informieren Sie deshalb über das richtige Verhalten im Brandfall.

 

 

Bitte beachten Sie folgende Reihenfolge:

 

Retten

Alarmieren

Löschversuch unternehmen

 

 

Beachten Sie dabei folgenden Schema:

Wer ruft an ? (Name und Adresse)

Wo ist was passiert ? (Ort, Straße, Hausnummer, Geschoß)

Was ist passiert ? (Feuer, Verletzte, ...)

Wie vielen Verletzte ?

Warten auf Rückfragen !

Hier finden Sie auch eine Broschüre des Innenministeriums Nordrhein-Westfalen mit Verhaltenstipps in sechs verschiedenen Sprachen:

 

Hier einige wichtige Symbole die nützliche Hinweise auf mögliche Brandschutzeinrichtungen oder Fluchtwege in öffentlichen Gebäuden oder Kaufhäusern, Einkaufszentren, Firmen uvm. geben.

 

Feuerlöscher

Brandmelder (manuell)

Löschschlauch

Richtungsangaben
Diese Pfeile werden ergänzend zu einem weiteren Brandschutzzeichen verwendet.

Erste Hilfe

Arzt

Krankentrage

Notdusche

Augenspüleinrichtung

Rettungsweg / Notausgang
Dieses Zeichen darf nur in Verbindung mit einem
Richtungspfeil verwendet werden.

Richtungsangabe für EH-Einrichtungen Rettungswege, Notausgänge
Diese Richtungspfeile werden nur in Verbindung mit einem weiteren Rettungszeichen verwendet.

Notruftelefon

Sammelstelle

Rettungsweg

Notausgang

 

 

 

Was tun, wenn sich ein Einsatzfahrzeug nähert?

 

Begegnet man im Straßenverkehr ein Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn, ist die Einsatzstelle nicht mehr weit. Der Paragraph 38 in der Straßenverkehrsordnung regelt genau, wer diese Sondersignale einsetzen darf. Das Wegerecht wird auch nur in Anspruch genommen wenn höchste Eile geboten ist um z. B. Menschenleben zu retten, schwere gesundheitliche Schäden zu verhindern, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder um bedeutende Sachwerte zu erhalten.

Blaulicht und Martinshorn zusammen gewähren einem Einsatzfahrzeug das Wegerecht, d.h. alle anderen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen!

Da wir bei einigen Einsatzfahrten des Öfteren Unsicherheit bei manchen Verkehrsteilnehmern beobachtet haben, soll folgende Grafik das Verhalten bei Begegnungen mit Einsatzfahrzeugen genauer erläutern:

Text und Bild: Feuerwehr Steinbach am Wald

 

 

 

Rauchmelder retten Leben

 

Rund 600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. Ursache für die etwa 200.000 Brände im Jahr ist aber im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen technische Defekte Brände aus, die ohne vorsorgende Maßnahmen wie Rauchmelder zur Katastrophe führen. Und Brände werden in Privathaushalten vor allem nachts zur tödlichen Gefahr, wenn alle schlafen, denn im Schlaf riecht der Mensch nichts. Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits drei Atemzüge hochgiftigen Brandrauchs können tödlich sein, die Opfer werden im Schlaf bewusstlos und ersticken dann.

 

Brandrauch ist ein Gemisch aus Gasen und Dämpfen. Er kann heiß oder kalt und mit festen Partikeln oder Ruß vermengt sein. Verbrennt man nur 100g Schaumgummi, so füllt dies einen Raum mit einem Volumen von 100 m³ mit giftigem Brandrauch! Und Rauchgase sind immer giftig. Sie enthalten neben Kohlenmonoxid und Kohlendioxid in der Regel auch Ammoniak oder Blausäure. 95% aller Brandopfer sterben entweder an einer Rauchvergiftung oder ziehen sich eine Verätzung von Lunge und Atemwegen zu, die im Extremfall ebenfalls zum Tod führt.

Brandrauch führt bei den meisten Menschen zu einer Panik. Diese wird oft hervorgerufen durch die Einatmung des Rauches und die eingeschränkte Sicht. Damit verbunden ist eine Erschwerung oder Verzögerung der Menschenrettung und des Löschangriffes von Feuerwehren und Helfern.

 

Rauchmelder warnen rechtzeitig vor der Gefahr, noch bevor sich die tödlichen Rauchgaskonzentrationen gebildet haben. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und verschafft Ihnen den nötigen Vorsprung, um sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen zu können.

 

http://www.Rauchmelder-Lebensretter.de

 

Die europaweit gültige Norm zur Installation von Rauchmeldern fordert die Installation je eines Rauchmelders im Flur pro Etage sowie in Schlaf- und in Kinderzimmern (Mindestschutz).

 

Verwenden Sie nur optische Rauchmelder und achten Sie beim Kauf eines Rauchmelders auf die Qualität des Gerätes. Die Feuerwehr empfiehlt VdS-geprüfte Melder mit einer Batterie, die über eine Lebensdauer von mehr als 5 Jahren verfügt. Ein zuverlässiger Rauchmelder ist schon für unter 25 Euro im Elektro- und Sicherheitsfachhandel oder bei Brandschutzfirmen erhältlich. Das VdS-Prüfzeichen steht für Sicherheit und Qualität. Achten Sie auf Rauchmelder, die dieses Zeichen tragen.

 

Auf den Artikel über die Rauchmelderaktion zur flächendeckenden Ausstattung der Maxdorfer Kindergärten durch das Brandschutzerziehungsteam wird ergänzend hingewiesen.

 

Bei Fragen zum Thema Rauchmelder oder Verhalten im Brandfall  steht Ihnen die Feuerwehr Maxdorf gerne zur Verfügung.

 

 

Ein Einsatz aus unserer Sicht

 

Mit dieser Geschichte wollen wir der Bevölkerung zeigen, was es eigentlich heißt, neben den sonstigen Übungs- und Ausbildungsstunden bei einer Freiwilligen Feuerwehr zu sein. Im Gegensatz zu einer Berufsfeuerwehr in Großstädten, gehen wir alle unseren Berufen nach und unsere Wache ist nicht ständig besetzt!

Die Geschichte erzählt einen Einsatz aus der Sicht eines Feuerwehrmannes, wie er sich eigentlich 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag aus jeder denkbaren Situation hinaus abspielen könnte…

Es ist ein herrlich, sommerlicher Samstagnachmittag. Meine Kinder spielen im Garten während ich mit meiner Frau das Essen für unsere Gäste für den Grillabend vorbereite. Plötzlich ertönt der Alarmton des Piepsers, den ich ständig bei mir habe. Sofort lasse ich alles stehen und liegen, ziehe noch kurz Schuhe an, schnappe mir die Schlüssel und renne Richtung mein Auto. Noch bevor ich einsteige, erfahre ich durch die Durchsage der Rettungsleitstelle, dass ein Wohnhausbrand gemeldet wurde. Ob Personen noch im Gebäude sind, ist nicht bekannt. Mit dem Privat-PKW am Gerätehaus angekommen, ziehe ich mir, mit noch anderen herbei eilenden Kameraden, teilweise die Schutzkleidung an. Der Rest wird geschnappt und Richtung Tanklösch-Fahrzeug mitgenommen.

Kurz danach rücken wir schon mit Blaulicht und Martinshorn aus. Die genaue Adresse ist mittlerweile mitgeteilt worden. Auf der Anfahrt ziehe ich mir noch die restliche Schutzkleidung an und rüste mich mit einem Kameraden mit Atemschutzflasche, Maske, Lampe und Funkgerät aus. Die Rauchentwicklung zeigte uns schon von weitem den Weg zur Einsatzstelle. Dort angekommen, konnte der Einsatzleiter den Anwohner gleich in Empfang nehmen. Er konnte sich noch rechtzeitig retten und bestätigt, dass sonst niemand mehr im Haus ist.

Nachdem die Schläuche verlegt sind und noch weitere Kameraden mit Drehleiter und Löschgruppen-Fahrzeug angekommen sind, bin ich auch schon mit meinem Kameraden in den Eingangsbereich des Hauses vorgedrungen. Ausgerüstet mit einem Strahlrohr kämpfen wir uns bei Nullsicht durch den Rauch in Richtung der Brandstelle. Durch Abtasten der Türen können wir vor dem Öffnen feststellen, ob sich hinter ihr die Brandstelle befindet. Nach kurzem Suchen haben wir eine erwärmte Tür gefunden. Durch geübtes Öffnen und Abkühlen der Rauchgase durch unser Strahlrohr verhindern wir eine Rauchgasdurchzündung. Danach versuchen wir langsam in den Raum vorzudringen und den Brand zu löschen. Die Hitze wird immer stärker, aber schon nach kurzer Zeit konnten wir erste Erfolge erzielen und dem Einsatzleiter die Situation mitteilen. Mein Kamerad öffnet ein Fenster um den Rauch abziehen zu lassen. Schnell wird klar, dass der Fernseher den Brand ausgelöst hat. Der Schrank, in dem er sich befand, hat zudem dem Feuer eine gute Chance gegeben, sich auszubreiten.

Der Fernseher wird durch das Fenster nach draußen befördert, wo ihn die nachgerückten Kameraden noch komplett ablöschen können. Die restlichen Glutnester im Gebäude werden noch abgelöscht, so dass der Einsatzleiter kurz darauf –Feuer aus- melden kann. Der Anwohner kann sein Haus nicht mehr betreten, viel zu gefährlich sind die Schadstoffe, die der Brand hinterlassen hat. Er kann bei Bekannten vorübergehend unterkommen.

Nach einer Inspektion der Brandstelle, bekommen wir die Meldung, dass keine Glutnester mehr zu finden sind. Wir legen die schweren Atemschutzflaschen ab und trinken reichlich Wasser. Die Arbeit in der dicken Schutzkleidung und dem vielen Material, dass wir bei uns tragen, hat viel Kraft in der Hitze des Hauses gekostet.Nachdem alles Material wieder eingepackt ist, können wir die Rückfahrt zur Feuerwache antreten. Dort angekommen müssen neue Atem-Flaschen auf das Fahrzeug, die Schläuche und die verschmutzte Kleidung ausgetauscht werden. Nach einer erfrischenden Dusche sitzen wir noch kurz zusammen und sprechen noch mal über den Einsatz (bei z. B. schweren Verkehrsunfällen hilft dies oft am meisten). Das wichtigste ist erledigt, Einsatzberichte schreiben und Reinigung der gebrauchten, ausgetauschten Ausrüstung kann später erfolgen.

Ich fahre nach gut zwei Stunden wieder nach Hause. Meine Kinder kommen mir gleich entgegen und fragen aufgeregt, was denn passiert sei. Ich bin froh, sie in die Arme nehmen zu können und unbeschadet von dem Einsatz zurückgekommen zu sein. Die Gäste unseres Grillabends sind schon da, meine Frau hat den Rest der Vorbereitungen alleine gemeistert. Um das Fleisch zu grillen, darf auch ich als Feuerwehrmann mal Feuer machen.

Der Rest des Abends soll gemütlich sein, in der Hoffnung, dass der Piepser nicht schon wieder ertönt…

Wir hoffen, Ihnen hiermit einen kleinen Einblick gegeben zu haben, welche „Opfer“ man als ehrenamtlicher Feuerwehrmann bringen muss, denn der Alarm kann zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen, ob im Schlaf, auf der Arbeit, an Weihnachten, an Geburtstagen – oder eben auch an einem herrlich, sommerlichen Nachmittag, den man gemütlich verbringen will !!!

 

 

Ehrenamt

 

 

FLYER 1                 FLYER 2

 

 

 

Vorsorge für den Notfall

 

 

Notfallbroschüre Deutsch
  Englisch
  Türkisch
  Polnisch
  Französisch
  Italienisch
  Spanisch
  Russisch

 

 

 

(Höflicher) Hinweiszettel der Feuerwehr Maxdorf

 

 

 

 

 

Denken Sie auch so?

 

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie an einer Hauptverkehrsstraße wohnen. Nachts um drei fährt mit „Tatü-Tata“ die Feuerwehr mit ihren freiwilligen Helfern an Ihrem Haus vorbei.

 

Sie werden auch sofort wach und denken dann möglicherweise ...

 

„... hoffentlich kommen die noch rechtzeitig!“

 oder

 „... na ja, nach § 35 StVO muss der Fahrer ja mit Blaulicht und Martinshorn fahren; der hat da leider keinen Entscheidungsspielraum.“

 oder

 „... müssen diese Idioten so einen Krach machen mitten in der Nacht???“

 

 

Aber haben Sie auch schon mal daran gedacht, dass diese Idioten vor fünf Minuten noch friedlich im Bett geschlummert haben – genau wie Sie?

 

Dass möglicherweise auch Frau und Kinder oder die Eltern dieser Idioten aus dem Schlaf gerissen worden sind, weil jemand (beim nächsten Mal hoffentlich nicht Sie) Hilfe benötigt?

 

Dass diese Idioten auch um halb sechs Uhr früh wieder raus müssen – genau wie Sie?

 

Dass diese Idioten, wenn sie nach dem Einsatz wieder ins Bett fallen sowieso nicht mehr einschlafen können, weil man halt nicht ganz so gut schläft, wenn man gerade einen Menschen aus einem brennenden Haus oder aus einem verunfallten Fahrzeug gerettet hat – oder schlimmstenfalls, wenn jede Hilfe zu spät kam und sich die Bilder im Kopf festgesetzt haben?

  

Aber wahrscheinlich werden Sie ja gar nicht wach, weil unsere Fahrer aus Rücksicht auf Sie trotz der Verpflichtung in § 35 StVO das Martinshorn auslassen und im Fall der Fälle dafür den Staatsanwalt näher kennen lernen.

Oder weil Sie eben nicht in der Nähe der Feuerwache oder an eine Hauptverkehrsstraße wohnen.

 

Dann haben Sie eben Glück und brauchen sich nicht über die Idioten von der Feuerwehr aufregen.

 

... außerdem denken die inzwischen manchmal schon selbst:

 

Warum mache ich Idiot das eigentlich noch???

 

 

 

 

Wie starb "Friedrich"?

 

Da die Feuerwehren zumeist sehr unmittelbar mit dem Schrecken und Leiden eines Verkehrsunfalls konfrontiert werden, möchten wir an dieser Stelle über die gesamte Dramatik und auch die Grausamkeit eines Unfalles berichten. Besonders ansprechen wollen wir unsere jugendlichen Mitbürger im Alter zwischen 15 und 24 Jahren. Denn auf diese entfallen nicht weniger als 48 Prozent aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden.
Die häufigste Unfallursache ist überhöhte Geschwindigkeit; bei einem Drittel aller Fälle ist Alkohol im Spiel. An einem Freitag ereignen sich statistisch gesehen die meisten Unfälle mit Sachschäden, "todsicher" - im traurigsten Sinne des Wortes - ist man an einem Samstag zwischen 15 und 21 Uhr unterwegs. Der "Hauptdarsteller" heißt Friedrich, doch genauso gut könnte er anders heißen - vielleicht genauso wie ...?

 

Sekunde Null

Friedrich fährt 90 km/h. Sein Auto wiegt 1.200 kg. Bei diesem Tempo stecken im Auto 38.226 kg Translationsenergie (nach vorne in Fahrtrichtung strebende Wucht). Das entspricht der Wucht einer aus 2.000 Meter Höhe abgeworfenen 250 kg Bombe, die mit einer Kraft (Gewicht) von 100 bis 300 Megapond (1 Megapond=1.000 kg) auf hartes Pflaster knallen würde. Friedrich tut von sich aus noch 2.230 kg Energie hinzu, weil er 70 kg wiegt und auch 90 km/h fährt. Soeben fährt er gegen einen Baum.

 

Sekunde 0,1

Das Zehntel einer Sekunde ist vorbei. Stoßstange und Kühlergrill sind eingedrückt, die Motorhaube beginnt sich zu kräuseln. Der Wagen hat etwa 5 km/h an Fahrt verloren. Friedrich fühlt sich deutlich nach vorne gedrängt. Neben seinem Gewicht, das mit 70 kg im Polster sitzt, hat er nun auch ein Gewicht nach vorne von 170 kg. Friedrich macht die Beine steif, um dieser Neuigkeit im wörtlichen Sinn entgegenzutreten. Und er drückt gegen das Lenkrad, damit es ihn nicht aus dem Sitz hebt. Mit den Beinen stemmt er rund 156 kg ab, mit den Armen stemmt er auch so 30 bis 35 kg. Er hätte nie geglaubt, dass er so stark ist, aber es gelang ihm, noch sitzen zu bleiben.
Da kommt der zweite harte Stoß. Noch ehe er sich besinnen kann, ist sie vorbei, die

 

Sekunde 0,2

Die etwas härteren Teile des Fahrzeuges, Radaufhängung und Kühler, sind soeben am Baum angekommen; die Verbindungen mit dem Wagen reißen ab, denn der übrige Wagen fährt noch sehr schnell, insbesondere hinten mit dem Kofferraum.
Friedrich fühlt jetzt einen mächtigen Schlag auf den Beinen, denn der Teil des Wagens, gegen den er sich mit den Füßen stemmt, wurde soeben auf etwa 60 km/h abgebremst. Mit den Beinen stemmt er 350 bis 420 kg ab. Wollte er jetzt noch sitzen bleiben, müsste er mit den Armen 220 kg am Lenkrad abstemmen, aber das schafft er doch nicht.
Seine Kniegelenke geben nach, sie brechen einfach knirschend oder springen aus dem Gelenk. Und deutlich spürbare Gewalt zieht ihn mit seinem Gewicht von rund 140 kg auf einer Kreisbahn nach oben in die Ecke der Sonnenblende. Alles in allem verteilt Friedrich zurzeit insgesamt 413 kg Eigengewicht auf seine Gliedmaßen.

 

Sekunde 0,3

Friedrich hat jetzt ein etwas leichteres Schicksal: Er ist mit Fliegen beschäftigt, er ist noch unterwegs zu den Hindernissen. Seine gebrochenen Knie kleben am Armaturenbrett, mit den Händen hält er fest das Lenkrad, das sich unter seinem Griff elastisch biegt, und ihn um weitere 5 km/h abbremst.

 

Sekunde 0,4

Friedrich ist noch immer unterwegs, sein Becken stößt gegen den Lenkradkranz. Friedrich ist in diesem Moment nur etwa 100 kg schwer. Die Lenksäule biegt sich unmerklich nach oben. Da kommt der furchtbare Moment, indem der schwerste und stabilste Teil des Wagens, der Motor, an den Baum kracht.

 

Sekunde 0,5

ist soeben vorbei. Motor und Friedrich stehen still. Nur der Kofferraum fährt noch mit 50 oder 60 km/h. Die Seitenwände des Wagens überholen sich selbst. Die Hinterräder bäumen sich hoch auf, zwei drei Meter hoch. Aber der Wagen interessiert uns jetzt nicht: Was ist mit Friedrich in dieser Zeit passiert? Friedrich kam im Verlauf einer Zehntelsekunde zum Stillstand. Sein Gewicht wuchs auf 973 kg an. Mit dieser erbarmungslosen Gewalt wurde er auf die Lenksäule geschleudert. Das Lenkrad, an dem er sich noch immer fest hielt, brach unter dieser Stoßkraft zusammen wie ein morsches Brezel. Mit der Kraft von rund 870 bis 920 kg (je nach Stärke des Volants) dringt die Lenksäule als stumpfe Lanze in seine Brust. Gleichzeitig rammt der Kopf mit einem betäubenden Schlag die Windschutzscheibe. Hätte sich Friedrich nicht mit so übermenschlicher Kraft am Lenkrad fest gehalten, dann würde er vielleicht auch 1.300 kg schwer geworden sein, in diesem Moment. Und dabei wären ihm die festgeschnürten Schuhe von den Füßen geflogen.
Noch eine oder zwei Zehntelsekunden, dann ist Friedrich tot.
 

Nach sieben Zehntelsekunden steht der Wagen still. Das Unglück ist vorbei. Sagen sie einmal "einundzwanzig" das ist eine Sekunde. Und nun sagen sie "zwanzig":

 

Das ist die Zeit in die Ewigkeit für Friedrich gewesen...

 

Die Quelle für diese Zeilen konnte nicht ermittelt werden; sofern der Autor Einwände gegen die Veröffentlichung hat, bitten wir um kurze Mitteilung.

 

 

 

 

Ich wünschte ...

 

Ich wünschte,

du könntest den Kummer des Geschäftsmannes sehen, als sein Lebenswerk in Flammen aufging, oder die Familie, die nach Hause kam, nur um ihr Haus und ihre Habseligkeiten beschädigt oder zerstört vorzufinden.

 

Ich wünschte,

du könntest fühlen, wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen; die Flammen schlagen dir über den Kopf hinweg, du siehst im Qualm keine 10 cm weit, unter der Maske fällt das Atmen immer schwerer und während des Kriechens schmerzen Handflächen und Knie.

 

Ich wünschte,

du könntest die Furcht in den Augen einer Ehefrau morgens um halb drei sehen, wenn ich ihrem Mann den Puls fühle und keinen finde. Ich beginnen irgendwie mit der Wiederbelebung und hoffe wider besseres Wissen ihn zurückzuholen, aber ich weiß, dass es zu spät ist. Aber seiner Frau und Familie muss ich das Gefühl geben, dass alles Mögliche getan wurde.

 

Ich wünschte,

du könntest verstehen, wie es ist, am Morgen zur Arbeit zu gehen, nachdem du einen Großteil der Nacht, heiß und wieder nass durchgeschwitzt beim Einsatz verbracht hast.

 

Ich wünschte,

du könntest den unvergleichlichen Geruch von brennenden Isolierungen, den Geschmack von Ruß auf deiner Zunge, das Gefühl der intensiven Hitze vor dem Flash-Over, das Geräusch der tobenden Flammen und die Beklemmung, absolut nichts durch diesen dichten Rauch zu sehen, nachempfinden.

 

Ich wünschte,

du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich zu einem Feuer gerufen werde. „Ist es ein falscher Alarm oder ein fortgeschrittenes atmendes Feuer ? Wie ist das Gebäude konstruiert ? Welche Gefahren warten auf mich ? Sind am Ende gar Menschen eingeschlossen ?“

 

Ich wünschte,

du könntest in der Notaufnahme dabei sein, wenn der Arzt das hübsche 11 Jahre alte Mädchen für tot erklärt, nachdem ich es unter Aufbietung all meiner Kräfte aus dem flammenden Inferno gerettet habe; sie wird nie zu ihrem ersten Date gehen können oder jemals wieder die Worte „Ich lieben dich, Mama!“ sagen können.

 

Ich wünschte,

du könntest die Frustration im Fahrerhaus des Löschfahrzeugs fühlen, der Maschinist drückt den Fuß fest auf die Bremse und den Daumen immer wieder auf den Schalter des Einsatzhorns, wenn du dir vergeblich versuchst, Vorfahrt an einer Kreuzung zu verschaffen oder du im dichten Verkehrsstau steckst. Am Einsatzort angekommen, hörst du fast jedes Mal die gleichen Worte: „Es hat fast eine Ewigkeit gedauert, bis ihr hier wart !“

 

Ich wünschte,

du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich helfe, eine junge Frau aus den zertrümmerten Resten ihres Wagens zu ziehen. Was wäre, wenn es meine Frau, Schwester oder Freundin oder eine Bekannte ist ? Wie werden die Eltern reagieren, wenn vor ihrer Tür ein Polizist steht, der seine Mütze nicht auf dem Kopf trägt, sondern in den Händen hält ?

 

Ich wünschte,

du könntest wissen, wie es sich anfühlt, nach Hause zu kommen, meine Familie und meine Eltern zu begrüßen, aber nicht das Herz zu haben, ihnen zu erzählen, dass ich beinahe von meinem letzten Einsatz nicht zurückgekommen wäre.

 

Ich wünschte,

du könntest dir die physische, emotionale und mentale Belastung von stehen gelassenem Essen, verlorenem Schlaf und verpasster Freizeit vorstellen, zusammen mit all den Tragödien, die meine Augen gesehen haben.

 

Ich wünschte,

du könntest die Kameradschaft und die Befriedigung, Leben gerettet und jemandes Eigentum geschützt zu haben, erfahren, da zu sein zur richtigen Zeit am richtigen ort, in der Gefahr oder aus Hektik und dem Chaos heraus Ordnung zu schaffen.

 

Ich wünschte,

du könntest verstehen, wie es ist, einen kleinen Jungen auf deinem Arm zu tragen, der fragt, „Ist meine Mama, o.k.?“, und es ist dir unmöglich, ihm in die Augen zu schauen, ohne dass dir die Tränen in die Augen steigen und du nicht weißt, was du sagen sollst.

Oder wie es ist, einen alten Freund zurückzuhalten, der mit ansehen muss, wie sein bester Kumpel in den Rettungswagen getragen wird, und du weißt genau, dass er nicht angeschnallt war.

 

Solange du dieses Leben nicht selbst durchgemacht hast, wirst du niemals wirklich verstehen oder einschätzen können, wer ich bin, was wir sind oder was unser Ehrenamt wirklich bedeutet.

 

Die Quelle für diese Zeilen konnte nicht ermittelt werden; sofern der Autor Einwände gegen die Veröffentlichung hat, bitten wir um kurze Mitteilung.