Einsatz Nr. 43

Alarmierung

28.09.2013 um 5:35 h

Einsatzstichwort

Gasexplosion in Harthausen, mehrere Verletzte

Einsatzort

Harthausen

Eingesetzte Kräfte

folgt

Eingesetzte Fahrzeuge

ELW und GW-AS des Rhein-Pfalz-Kreises

Einsatzdauer

folgt

Bericht

Gegen 04:22 Uhr wurde die Feuerwehr Dudenhofen zu einem LKW-Brand in der Modenbachstraße Harthausen alarmiert. Es sollte sich dabei um einen LKW mit Gastankauflieger handeln. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr Dudenhofen vor Ort eintrafen und die weitere Lage erkundeten, kommt es zur Explosion an einem der dort abgestellten Gasauflieger. Dabei wurden insgesamt 16 Feuerwehrkameraden verletzt. Es wurden daraufhin umfangreiche Kräfte von Feuerwehren und Rettungsdienstkräften aus dem Rhein-Pfalz-Kreis, der Feuerwehr Speyer, der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen, der Werkfeuerwehr BASF nachalarmiert. Mittlerweile sind auch Kräfte aus der Südpfalz in das Ereignis eingebunden.

Die Verletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. 16 Personen erlitten Brandverletzungen und Schürfwunden durch die Druckwelle und schlagartige Brandausbreitung. Acht feuerwehrangehörige befinden sich noch auf der die Intensivstation/Wachstation. Es besteht derzeit aber keine Lebensgefahr. Mittlerweile sind bereits 3 Feuerwehrkameraden aus den Krankenhäusern entlassen worden.

Auf Grund der weiterhin bestehenden Explosionsgefahr wurde durch die Verantwortlichen entschieden, den Evakuierungsradius auf 1000m rund um das Schadensobjekt zu erweitern, so dass der komplette Ortsteil Harthausen geräumt werden musste. Dies erfolgte durch die Polizei und die Feuerwehr in enger Absprache. Diese Maßnahmen sind derzeit weit fortgeschritten.

Derzeit ergeben sich folgende Gefahrenschwerpunkte an der Einsatzstelle. Ein Gastank auf dem Gelände der Firma hat noch eine Leckage, welche bisher nicht abgedichtet werden konnte.

Durch die Explosion wurde ein weiterer Gastank von dem Firmengelände auf den angrenzenden Acker geschleudert. Aus diesem tritt derzeit noch Gas aus. Um das Gas aus beiden Behältern kontrolliert abfackeln zu können ist derzeit die Werkfeuerwehr der BASF auf der Anfahrt mit einer mobilen Fackel, über die das austretende Gas kontrolliert verbrannt werden soll.

Wie lange die Räumung von Harthausen noch andauert muss kann derzeit noch nicht abgesehen werden. Sie wird wahrscheinlich über Nacht bestehen bleiben.

Ein weiterer Tank wurde in eine Lagerhalle neben direkt anschließender Wohnbebauung in 400m geschleudert. Dieser durchschlug die Hallenwand und mehrere Hochregale und kam an der Hallenaußenwand wieder zum stehen.

Aus den auf dem Gelände abgestellten LKW´s ist teilweise Diesel ausgelaufen, welcher vor Ort zusammen mit dem eingesetzten Schaummittel zurückgehalten wird. Die Untere Wasserbehörde ist informiert und auch vor Ort, ebenso Vertreter der Struktur- und Venehmigungsdirektion Süd, sowie der ADD in Trier.

Zur Betreuung der betroffenen Bürger wurde die Ganerbhalle in Dudenhofen durch die Hilfsorganisationen eingerichtet und wird als Sammel- und Betreuungsstelle betrieben. Derzeit halten sich ca. 180 betroffene Bürger dort auf.

Derzeit können keine Angaben zu dem Schadensausmaß und der Ursache gemacht werden, da die direkte Örtlichkeit noch nicht durch die Polizei betreten werden kann.

In dem Schadenereignis sind derzeit rund 450 Kräfte der Feuerwehren, des Rettungsdienstes, der Polizei und des THW eingesetzt. Die Polizei ist mit Einsatzkräften aus dem gesamten Präsidiumsbereich, sowie den Nachbarpräsidien und den angrenzenden Bundesländern im Einsatz. Neben den Verkehrsmaßnahmen, der Räumung wurden auch umfangreiche Maßnahmen zur Eigentumssicherung der verlassenen Wohn- und Geschäftsgebäude von diesen durchgeführt.

 

(Quelle: MRN-News)

 

  (Bilder: SWR)