Ausbildung

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr

 

Die Ausbildung der Feuerwehr vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen.

 

So hat nach den einschlägigen Vorschriften jeder Feuerwehrangehörige 40 Jahresstunden an Ausbildungsdienst zu erbringen; die Standardaus- und –weiterbildung wird auf Ortsebene (also direkt von der Feuerwehr bzw. dem Löschzug Maxdorf) durchgeführt und ist der Hauptbestandteil des jährlichen Dienstplans. Ausbilder sind insoweit die Gruppen-, Zug- und Verbandsführer der Ortswehr Maxdorf.

 

Seit der Reform der Truppmann-Ausbildung ist zudem die zweite Hälfte der Grundausbildung „vor Ort“ durchzuführen, wobei dies neben zusätzlichen Veranstaltungen für die Feuerwehrmann-Anwärter auf Ortsebene auch Ausbildungsveranstaltungen auf Verbandsgemeinde-Ebene beinhaltet. So wird auf einen einheitlichen Ausbildungsstand innerhalb der Verbandsgemeinde hingewirkt, unter anderem z.B. durch Seminare zur technischen Hilfeleistung oder dem Fire-Fighter-Camp. 

 

Der erste Teil der Grundausbildung wie auch verschiedene Fachausbildungen (z.B. Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger, Maschinisten u.w.) sowie die Ausbildung zum Truppführer werden vom Rhein-Pfalz-Kreis durchgeführt, wobei auch die Feuerwehr Maxdorf regelmäßiger Ausbildungsstandort ist. Hier sind speziell ausgebildete Kreisausbilder tätig, die neben den Lehrgängen auch zahlreiche Seminare und Workshops anbieten.

 

Die Führungslehrgänge ab „Gruppenführer“, die Befähigung zum Kreisausbilder, Fachausbildungen u.a. in den Bereichen Chemie- und Strahlenschutz, Technische Hilfe, Gerätewart und Atemschutzgerätewart, Feuerwehreinsatzzentrale sowie Seminare für Jugendfeuerwehrwarte und Schulklassenbetreuer werden an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule Rheinland-Pfalz (LFKS) in Koblenz (z.T. in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz e.V.) durchgeführt.

 

 

 

 

Leitbild der Ausbildung der Verbandsgemeindefeuerwehr Maxdorf

 

Unsere Ziele

Als Partner in der feuerwehrtechnischen Ausbildung sind wir kompetent, offen und innovativ. Wir gehen auf die sich ändernde Ausbildung ein, z.B. Truppmannausbildung, pflegen nationale Kontakte und entwickeln sie weiter. In kooperativem Stil verbessern wir die Qualität unserer Ausbildung ständig und nutzen Ressourcen effizient. Die Prinzipien des Gesundheits- und Umweltschutzes leiten unser Handeln.

 

Unser Auftrag

Unser Team hat das Ziel junge Feuerwehrangehörige auf ihre Aus- und Weiterbildung vorzubereiten, indem wir ganzheitliches Denken, soziale Fähigkeiten, wie z.B. Teamfähigkeit, Verlässlichkeit und Bereitschaft ständige Weiterbildung zu fördern. Wir vermitteln zeitgemäße und aktuelle Ausbildung. Wir gehen innovative Wege bei der Qualifizierung von Feuerwehranwärtern. Wir wenden Medien und Lehrmethoden gezielt an, um eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung zu erreichen. Wir bereiten systematisch auf Prüfungen vor.

 

Unsere Werte und Spielregeln

Wir arbeiten in dem Bewusstsein Vorbild zu sein, wobei Respekt und Kollegialität oberste Priorität haben. Wir lösen Konflikte, indem wir sie sachbezogen und ergebnisorientiert angehen. Wir arbeiten stets an der Aus- und Weiterbildung der Ortsfeuerwehren sowie der Verbandsgemeindefeuerwehr um eine optimale und schlagkräftige Einsatzmannschaft zu formen und zu erhalten, sowie zum Wohle der Bürger der Verbandsgemeinde Maxdorf.

 

Ansprechpartner

Rainer Schädlich Tel.: 06237-2160
Frank Koob Tel.: 06237-598110
Frank Hüttner Tel.: 06237-59234
Helmut Scherrer    Tel.: 06237-60767

         
 

 

 

Feuerwehrgrundausbildung reformiert

 

Die Grundausbildung in der Feuerwehr wurde kürzlich reformiert und erheblich erweitert. Neben dem von Kreisausbildung des Rhein-Pfalz-Kreises durchgeführten Grundlehrgang (künftig „Truppmann 1“) von 70 Unterrichtsstunden, der zur Übernahme von grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz unter Anleitung befähigen soll, vervollständigt nunmehr eine ergänzende Ausbildung von 80 weiteren Unterrichtsstunden („Truppmann 2“) auf Orts- und Verbandsgemeinde-Ebene die Grundausbildung, vermittelt standortbezogene Kenntnisse und befähigt zur selbständigen Wahrnehmung der Truppmannfunktion im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz. Beide Teile der Grundausbildung enden jeweils mit einer Prüfung, wobei der Kreislehrgang in der Regel binnen sechs Wochen durchgeführt wird und für die anschließende ergänzende Ausbildung auf VG-Ebene ein Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen ist.

 

 

Das zweijährige Ausbildungsprogramm auf Verbandsgemeinde-Ebene wird künftig nicht nur zu einem wesentlich umfangreicheren Wissensstand mit standortbezogenen Kenntnissen führen, sondern auch zur einheitlichen Ausbildung aller Angehörigen der Verbandsgemeindefeuerwehr beitragen und im Laufe der Zeit durch den wachsenden Anteil von Kameradinnen und Kameraden, die gemeinsam diesen Ausbildungsabschnitt  absolviert haben, die Verzahnung und Zusammenarbeit der drei Ortswehren auf Dauer stärken.

 

 

 

 

Bilder aus der laufenden Ausbildung

 

a) "Knoten und Stiche"

 

 

b) "Erste Hilfe"

 

 

c) "Technische Hilfe"

 

 

 

d) "Brandbekämpfung/Menschenrettung"

 

 

 

e) Schulung: Umgang mit tragbaren Feuerlöschern

 

 

f) Belastungsübung der Atemschutzgeräteträger

 

 

g) Fortbildung der Feuerwehr im Bereich Notfallmedizin 

Anlässlich der Beschaffung eines sogenannten Spineboards durch den Förderverein der Feuerwehr Maxdorf e.V. konnte ein Notfallmediziner, Dr. Thilo Schöllhorn, Oberarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin in der Stadtklinik Frankenthal gewonnen werden, die Feuerwehr Maxdorf in zwei Abenden im Bereich Traumaversorgung und Zusammenarbeit Feuerwehr-Rettungsdienst fortzubilden. Zu dieser Veranstaltung waren auch die Wehrführungen der beiden anderen Wehren der VG eingeladen.
Am 09.07.2010 referierte Dr. Schöllhorn in einem dreistündigen Vortrag über die interdisziplinäre Traumaversorgung mit dem sogenannten „PHTLS“ (Prehospital Trauma Life Support), einem System, das einer strukturierten Beurteilung des Unfallopfers, einer raschen Entscheidungsfindung („kritisch oder nicht“ ?) und der angemessenen Einleitung von Schlüsselinterventionen dient. Auf Basis dieses Systems ist eine „einheitliche Sprache“ entstanden, die die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen, die an einem Unfallort tätig sind, aber auch der Rettungsdienste untereinander und mit der anschließend behandelnden Klinik erleichtert. Für die Arbeit der Feuerwehr bei einem schweren Verkehrsunfall folgen aus dem angewandten PHTLS dann die alternativen Einsatzstrategien „Crashrettung“ oder „patientenorientierte Rettung“. Er schloss diesen Abend mit einem Zitat von Norman McSwain: „Der Patient hatte einen schlechten Tag, die Retter dürfen nicht auch einen schlechten Tag haben“.
Am 16.07.2010 folgte dann der praktische Teil. Mittels der beiden Spineboards aus Maxdorf und Fußgönheim wurde in Kleingruppen das Handling von der Auffindesituation bis zum Abtransport geübt. Dabei stellte Dr. Schöllhorn neben der grundsätzlichen Verwendung von Board und Immobilisationszubehör die Szenarien Patient liegend/sitzend/stehend vor und übte im Anschluss sehr intensiv mit uns den Einsatz des Spineboards bei einer Crashrettung aus dem Pkw. Auch das in Maxdorf vorhandene Kinder-Spineboard wurde vorgestellt und in einem Durchgang angewendet.
Wir danken Herrn Dr. Schöllhorn für diese  beiden lehrreichen und kurzweiligen Abende und werden sein Angebot, im Winterhalbjahr einen Refresher-Kurs zu gestalten, dankend annehmen. Einstweilen wird das neue Spineboard jetzt vor allem an den ToJ-Abenden („Training-on-Job“) intensiv zu nutzen sein, um die gezeigten Handgriffe in Fleisch und Blut übergehen zu lassen.